Nationalratspräsident Andreas Aebi (SVP, BE) und Ständeratspräsident Alex Kuprecht (SVP, SZ) nahmen am Donnerstag, 6. Mai 2021, an der Vereidigung der 34 neuen Rekruten der Päpstlichen Schweizergarde im Vatikan teil.

Zusammen mit Bundespräsident Guy Parmelin wurden Andreas Aebi und Alex Kuprecht von Seiner Heiligkeit Papst Franziskus und danach von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin zu einem Gespräch empfangen. Anschliessend begab sich die Schweizer Delegation in Begleitung des Schweizer Botschafters beim Heiligen Stuhl, Denis Kobel, in den Damasus-Hof, um dort der Vereidigungszeremonie der Schweizergardisten beizuwohnen.

In Erinnerung an die 147 Soldaten, die während der Plünderung Roms («Sacco di Roma») im Jahre 1527 bei der Verteidigung von Papst Clemens VII. gefallen waren, findet die Vereidigung neuer Schweizergardisten traditionell am 6. Mai statt. Dieses Jahr leisteten 34 Rekruten aus verschiedenen Kantonen den Eid auf die Fahne der Päpstlichen Schweizergarde. Die Zahl der Gäste wurde aufgrund der gesundheitlichen Lage klein gehalten. Die Schweizer Behörden waren neben dem Nationalrats- und dem Ständeratspräsidenten sowie dem Bundespräsidenten auch durch Roland Favre, Divisionär der Schweizer Armee, vertreten.

Die Schweizer Delegation besuchte ausserdem das «Istituto Svizzero di Roma», die wichtigste Kulturinstitution der Schweiz in Italien. Seit seiner Gründung 1947, die dank der Unterstützung des Bundes möglich war, fördert das Institut den kulturellen und wissenschaftlichen Austausch zwischen den beiden Ländern.

Die Päpstliche Schweizergarde – derzeit unter dem Kommando von Oberst Christoph Graf – wurde 1506 von Papst Julius II. gegründet und ist die kleinste und älteste Armee der Welt. Sie ist nicht nur für den Schutz der Päpste zuständig, sondern bewacht auch die offiziellen Eingänge in den Vatikan und steht für Ordnungs- sowie Repräsentationsaufgaben bei päpstlichen Zeremonien und Staatsempfängen zur Verfügung. Ausserdem begleiten die Gardisten den Papst auf seinen apostolischen Reisen und schützen des Kardinalskollegiums während der Sedisvakanz.