Name, Vorname
ParteiDatum

​Kaufmann, Hans
​SVP
08.06.2026
​Kurz vor seinem 78. Geburtstag ist alt Nationalrat Hans Kaufmann gestorben. Der Zürcher SVP-Vertreter gehörte dem Nationalrat von 1999 bis 2014 an. Der studierte Ökonom war während seiner ganzen Amtszeit Mitglied der Kommission für Wirtschaft und Abgaben, sowie mehrere Jahre der Finanzkommission, der Kommission für Rechtsfragen und der Delegationen beim Europarat und bei der Efta. Bereits vor seiner Wahl ins Parlament war er in der Öffentlichkeit als von den Medien häufig angefragter Finanzspezialist bekannt. Beruflich arbeitete Hans Kaufmann bei zwei Banken, bevor er eine eigene Beratungs- und Forschungsfirma gründete. Er selbst bezeichnete sich einmal in einem Interview als „fleissigen Facharbeiter für komplexe Themen”.​
​Fischer, Theo (Hägglingen)
​SVP
03.06.2026
​Der ehemalige Aargauer Nationalrat Theo Fischer ist im Alter von 88 Jahren gestorben. Der SVP-Politiker gehörte dem Nationalrat von 1979 bis 1999 an und war zuerst Vizepräsident und von 1989 bis 1998 Präsident seiner Fraktion. Seine politische Karriere hatte der Jurist als kantonaler Parteisekretär und Redaktor des Parteiorgans begonnen. Von 1973 bis 1981 war er Mitglied des Grossen Rates in Aarau. Im Nationalrat war er unt​er anderem Mitglied der Finanzkommission und präsidierte die interfraktionelle Arbeitsgruppe für die Vorbereitung der Richterwahlen. Um Verwechslungen mit seinem Namensvetter Theo Fischer (Sursee), der ebenfalls Nationalrat war, zu vermeiden, erhielt Theo Fischer den Namenszusatz Hägglingen, gemäss seinem Wohnort. Beruflich war er fast 50 Jahre lang als Notar in Wohlen (AG) tätig.​
​Oester, Hans
​EVP
01.06.2026
​Hans Oester, von 1978 bis 1990 Nationalrat, ist im Alter von 95 Jahren gestorben. Er wurde auf einer Liste der Zürcher EVP gewählt und gehörte der LdU/EVP-Fraktion an. Er war unter anderem Mitglied der Militärkommission und präsidierte die Petitions- und Gewährleistungskommission. Oesters Hauptanliegen betrafen die Wirtschafts-, Finanz- und Sicherheitspolitik. Von 1962 bis 1970 war er Mitglied des Stadtparlaments von Zürich und von 1970 bis 1977 des Zürcher Kantonsrats. Beruflich unterrichtete der promovierte Ökonom als Hauptlehrer Wirtschaft an der Töchterhandelsschule Zürich. Rückblickend sagte er: «60 bis 70 Prozent meiner Interpellationen stammen aus dem direkten Kontakt mit dem Volk, und das ist gut so.»​
​​​Bäumlin, Ursula
​SPS
07.05.2026
​Kurz vor Vollendung ihres 88. Lebensjahrs ist die ehemalige Berner Nationalrätin Ursula Bäumlin gestorben. Die Sozialdemokratin gehörte dem Rat von 1987 bis 1998 an und war Mitglied der Finanzkommission und der Aussenpolitischen Kommission. Als Schwerpunkt ihrer politischen Tätigkeit hat Bäumlin die Umsetzung der ökumenischen Trias Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung genannt. Sie setzte sich besonders ein für eine offene Asylpolitik und für die Gleichstellung von Frau und Mann. Die Historikerin war von 1984 bis 1987 Mitglied des Stadtparlaments von Bern.
​Hany, Urs
​CVP
​26.04.2026
​Der ehemalige Zürcher Nationalrat Urs Hany ist im Alter von 70 Jahren gestorben. Der Vertreter der CVP gehörte dem Nationalrat von 2006 bis 2011 an. Der Bauingenieur und Bauunternehmer war Mitglied und Präsident der Kommission für öffentliche Bauten, sowie Mitglied der Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen, der GPK und der Gerichtskommission. Seine politische Karriere begann er in der Gemeinde Niederhasli im Zürcher Unterland. Dort war er 1990 bis 2002 in der Exekutive tätig. 2002 bis 2006 gehörte er dem Zürcher Kantonsrat an. Von 2000 bis 2004 war Hany Präsident der CVP des Kantons Zürich.​
Stocker, Monika ​
Grüne​
21.04.2026​
Monika Stocker, ehemalige Nationalrätin der Zürcher Grünen, ist im Alter von 77 Jahren gestorben. Sie gehörte der grossen Kammer von 1987 bis 1991 an. Zwanzig Jahre nach Einführung des Frauenstimmrechts initiierte Stocker 1991 die erste «Frauensession». Sie war Mitglied der Kommission fü​r soziale Sicherheit (SSK) und einiger nichtständiger Kommissionen, die damals Gesetzesrevisionen vorbereiteten. Zwischen 1994 und 2008 war die studierte Sozialwissenschaftlerin als Vorsteherin des Sozialdepartementes der Stadt Zürich Teil der Zürcher Exekutive. «Als Sozialvorsteherin leistete Stocker über die Stadtgrenze hinaus Pionierarbeit und setzte sich dafür ein, Menschen am Rande der Gesellschaft zu entstigmatisieren.», hielt die NZZ fest.​ ​​​
Fehr, Hermann ​
SPS​
18.04.2026​
Der ehemalige Berner Nationalrat Hermann Fehr ist im Alter von 84 Jahren gestorben. Der Sozialdemokrat gehörte dem Nationalrat von 1983 bis 1990 an. Der Volkswirtschafter prägte mehr als zwei Jahrzehnte lang die Politik der Stadt Biel-Bienne, zunächst als Parlamentarier, dann als Baudirektor und schliesslich von 1976 bis 1990 als Stadtpräsident. Ab 1971 war Fehr auch Kantonsparlamentarier. 1990 wurde er in die Regierung des Kantons Bern gewählt; aus gesundheitlichen Gründen trat er 1997 von diesem Amt zurück. Als Nationalrat erreichte er, dass Teletext, ein Dienst der SRG, und das Bundesamt für Wasserwirtschaft im Zug der Dezentralisierung der Bundesverwaltung in Biel angesiedelt wurden. ​​​
Scheurer, Rémy ​
PLD​
28.02.2026​
L’ancien Conseiller national Rémy Scheurer est décédé le 28 février 2026, peu avant son 92ème anniversaire. Il a siégé au Conseil national de 1991 à 2003. Historien de formation, il a débuté sa carrière ​ politique au parlement communal d’Hauterive, où il a représenté le parti libéral à partir de 1968. Il a ensuite présidé le parti libéral ​ neuchâtelois de 1972 à 1976, avant de siéger au parlement cantonal de 19​77 à 1984. En parallèle de son engagement politique, il a mené une carrière académique à l’Université de Neuchâtel, où il a été professeur ordinaire d’histoire médiévale et de la Renaissance dès 1971, puis recteur de 1987 à 1991. ​En 1991, il a été élu au Conseil national, où il s’est illustré en tant que défenseur de la recherche et de la formation. Pendant trois législatures il a siégé au sein de la Commission de la science, de l’éducation et de la culture. Il a aussi été membre de la Commission de gestion et de la Délégation auprès de l’Assemblée parlementaire de la Francophonie. De 1999 à 2003, il a présidé le groupe parlementaire libéral. ​
Loretan, Willy​
FDP​
21.02.2026​
Der frühere Aargauer National- und Ständerat Willy Loretan ist im Alter von 91 Jahren gestorben. Loretans politische Karriere begann 1966 mit der Wahl in den Einwohnerrat von Zofingen. Von 1969 bis 1981 gehörte er dem Grossen Rat des Kantons Aargau an, wo er Fraktionspräsident der FDP war. Von 1974 bis 1992 war er Stadtammann von Zofingen. 1979 wurde er in den Nationalrat gewählt, 1991 folgte die Wahl in den Ständerat, dem er bis 1999 angehörte. Er war Mitglied zahlreicher parlamentarischer Kommissionen und Präsident der Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen. 1982 bis 1992 amtierte er als Präsident der Schweizerischen Stiftung für Landschaftsschutz und Landschaftspflege und 1996 bis 2001 als Zentralpräsident des Schweizerischen Zivilschutzverbands. Für das Zustandekommen des Städte- und Gemeindeartikels in der neuen Bundesverfassung von 1999 sah er sich als Bannerträger.​
Zäch, Guido​
CVP​
16.2.2026​
Der ehemalige Nationalrat Guido Zäch ist im Alter von 90 Jahren gestorben. Als CVP-Vertreter des Kantons Aargau gehörte er der grossen Kammer von 1999 bis 2003 an. Er war Mitglied der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit und der Sicherheitspolitischen Kommission. Zuvor politisierte er von 1984 bis 1988 im Kantonsparlament von Basel-Stadt. Bekannt geworden war Guido Zäch durch sein Engagement für Querschnittgelähmte: 1975 gründete er die Schweizer Paraplegiker-Stiftung, 1978 die Gönner-Vereinigung, 1980 die Schweizer Paraplegiker-Vereinigung. 1990 eröffnete er das Schweizer Paraplegiker-Zentrum in Nottwil, 2005 das Guido A. Zäch Institut. Von 1973 bis 1989 wirkte er als Chefarzt am Schweizerischen Paraplegiker-Zentrum in Basel. Zäch entwickelte die Vision einer umfassenden Betreuung – vom Unfallort über die Rehabilitation bis zur lebenslangen Begleitung.​