Nom, PrénomPartiDate
​Felber, René​PS​18.10.2020​L'ancien conseiller fédéral et ancien conseiller national René Felber est décédé à l'âge de 87 ans. Ministre des affaires étrangères durant cinq ans (1988-93), il a assoupli la politique de neutralité helvétique. Il s'est surtout engagé en faveur de l'intégration européenne de la Suisse.
René Felber est le premier conseiller fédéral à avoir plaidé ouvertement pour l'adhésion de la Suisse à l'UE. Il avait reconnu que la question européenne ne se pose pas seulement en termes économiques, mais bien politiques et existentiels.
C'est sous son impulsion et celle de son collègue vaudois Jean-Pascal Delamuraz que le Conseil fédéral a demandé en mai 1992l'ouverture de négociations en vue d'une adhésion à l'UE - demande gelée, puis retirée depuis.
Pour M. Felber et une petite majorité du gouvernement de l'époque, le traité sur l'Espace économique européen (EEE) ne devait être qu'une étape sur le chemin de l'adhésion. Avec M. Delamuraz, il s'est fortement engagé dans la campagne passionnée sur l'EEE. Mais le message des deux Romands a mal passé en Suisse alémanique et au Tessin. Le non du 6 décembre 1992 a été le principal échec de la carrière de René Felber.
De manière générale, René Felber a accentué la politique d'ouverture de son prédécesseur Pierre Aubert, un autre socialiste neuchâtelois. Il l'a fait dans une période de bouleversements mondiaux, marquée notamment par la chute des régimes communistes en Europe de l'Est et la dislocation de l'URSS. La Suisse a été parmi les premiers pays à reconnaître et à coopérer avec les nouveaux Etats d'Europe centrale et orientale.
Après la fin de la guerre froide, il a relativisé la neutralité avec pragmatisme. Ainsi, la Suisse a participé pour la première fois aux sanctions de l'ONU lors de la guerre du Golfe, puis du conflit yougoslave. Elle a aussi commencé à prendre part aux missions de paix de l'ONU, notamment à Chypre, au Liban, en Namibie et au Sahara occidental.
Président de la Confédération en 1992, René Felber a quitté le Conseil fédéral au printemps suivant. Après l'ablation d'une tumeur maligne à la vessie en 1991, il n'avait pas récupéré tous ses moyens et ne se sentait plus en mesure d'assumer pleinement ses charges. Cette démission lui a permis de "sauver sa peau", a-t-il déclaré plus tard.
Sa carrière politique dans les rangs socialistes a commencé en 1960 au parlement communal du Locle, ville dont il a été le président de 1964 à 1980. Il a siégé au Grand conseil neuchâtelois de 1965 à 1976 et au Conseil national de 1967 à 1981, comme chef du groupesocialiste pendant les derniers mois.
Après 16 ans à la tête du Locle, M. Felber a poursuivi sa carrière gouvernementale au Conseil d'Etat neuchâtelois. Il y a dirigé le Département des finances et des cultes de 1981 à 1988.
Stucky, Georg​​FDP29.08.2020​Der ehemalige FDP-Nationalrat und Zuger Finanzdirektor Georg Stucky ist 89-jährig verstorben. Er war ein einflussreicher Wirtschaftsvertreter und galt als massgeblicher Schöpfer der Zuger Tiefsteuerpolitik.
Der Rechtsanwalt verbrachte mehrere Jahre im Dienste der Erdöl-Industrie im Ausland. In Libyen war er von 1963 bis 1967 zudem schweizerischer Honorarkonsul. Überdies war Stucki jahrelang Präsident des Auslandschweizerrats.
1975 bis 1990 war der FDP-Politiker als Finanzdirektor Mitglied in der Regierung des Kantons Zug, 1979 bis 1999 sass Georg Stucky zudem im Nationalrat. Er gilt als ein massgeblicher Schöpfer der Zuger Tiefsteuerpolitik. Zudem war Stucky im Verwaltungsrat verschiedener Unternehmen tätig.
​Danioth, Hans​CVP​22.08.2020​Der ehemalige Urner CVP-Ständerat Hans Danioth ist im Alter von 89 Jahren verstorben. Danioths politische Karriere war lang: Er war auch Urner Regierungsrat, Landammann, Landrat, Altdorfer Gemeinderat und Präsident der CVP Uri.
Hans Danioth war 1931 in Andermatt UR geboren. Später war er Präsident der CVP Uri, Gemeinderat von Altdorf und Mitglied des Urner Landrats.
1978 wählte ihn das Urner Volk in den Regierungsrat. Er übernahm die Erziehungsdirektion und war 1980 bis 1982 Landammann. 1988 wechselte Hans Danioth von der kantonalen in die nationale Politik: Bis Ende 1999 befasste er sich als Ständerat vorab mit Verkehrspolitik und mit staatspolitischen Fragen. Von 1991 bis 1995 war er zudem Präsident des Urner Obergerichts.
2014 verlieh der Urner Regierungsrat Danioth den Kunst- und Kulturpreis Goldenen Uristier, weil er sich für die kulturelle und wirtschaftliche Entwicklung des Kantons Uri eingesetzt hatte.
Hans Danioth stammt aus einer politischen Familie: Bereits sein Vater, Ludwig Danioth, war Urner CVP-Ständerat. Und zwar von 1947 bis 1971. Zuvor gehörte auch dieser der Urner Kantonsregierung an.
​Hubacher, Helmut​SP​19.08.2020​Der frühere langjähriger SP-Parteipräsident Helmut Hubacher ist im Alter von 94 Jahren verstorben.
Von 1975 bis 1990 präsidierte er die SP Schweiz. Er war 1963 bis 1997 Nationalrat für den Kanton Basel-Stadt. Hubacher gilt als prägende Figur der Schweizer Sozialdemokratie. Sein massgeblicher Einfluss auf die Schweizer Politik erstreckte sich über ein halbes Jahrhundert. Unter seiner Ägide öffnete sich die Arbeiterpartei für die Generation der 1968er-Bewegung und die Aufnahme neuer sozialdemokratischer Kernthemen wie Umweltschutz, Atomkraft oder Gleichberechtigung. Sich selbst bezeichnete Hubacher dabei als "politischen Vorarbeiter".
Eine seiner grössten politischen Niederlagen musst Hubacher 1983 bei der Nichtwahl der von ihm portierten Zürcher Nationalrätin Lilian Uchtenhagen (1926-2016) als erste Bundesrätin einstecken. Statt ihrer wählte das Parlament den nicht zur Wahl aufgestellten Solothurner Nationalrat Otto Stich (1926-2012). Hubacher erwog daraufhin den Austritt der Partei aus dem Bundesrat. National bekannt wurde Hubacher 1965, zwei Jahre nach seinem Amtsantritt im Nationalrat. Er deckte damals als Mitglied der Finanzdelegation die geheimen Atomwaffenpläne der Schweiz auf.
Bis zu seiner Pensionierung 1991 arbeitete er beim Basler Gewerkschaftsbund. Nach Basel gekommen war er wegen seiner Lehre als SBB-Stationsbeamter. Geboren wurde Hubacher 1926, er wuchs in Zollikofen bei Bern auf.
Bührer, Esther​​SP01.08.2020Die frühere Schaffhauser Ständerätin Esther Bührer ist im Alter von 94 Jahren gestorben. Sie gehörte dem Ständerat von 1979 bis 1991 an.​
​Vitali, Albert​FDP12.06.2020​Nationalrat Albert Vitali (FDP / LU) ist am 12. Juni 2020 im Amt verstorben.
Vitali war Treuhänder und 2011 in den Nationalrat gewählt worden. Im Herbst 2019 trat er seine dritte Amtszeit an. In der neuen Legislatur präsidierte Vitali die nationalrätliche Finanzkommission. Finanzpolitisch stand er klar auf der bürgerlichen Seite. Er trennte das Notwendige vom Wünschbaren. Immer wieder stemmte er sich etwa gegen die wachsenden Ausgaben bei der Bundesverwaltung.

Von 1995 bis 2011 war Vitali Mitglied des Luzerner Kantonsparlaments, in dem er auch viele Jahre seiner Fraktion vorstand. Von 1982 bis 2001 war er Sozialvorsteher von Oberkirch.
Einen seiner grössten politischen Erfolge realisierte Vitali aber in einem anderen Bereich. Dank seines Engagements können die Strafverfolger künftig bei DNA-Analysen auch die Haar-, Augen- und Hautfarbe anstatt nur das Geschlecht eruieren. Vitali lancierte einen entsprechenden Vorstoss wegen eines nach wie vor ungeklärten Verbrechens in Emmen vom Juli 2015. Nachdem eine junge Frau vergewaltigt worden war, mussten insgesamt mehr 400 Personen zu einem DNA-Test antraben. Solche aufwendigen und teuren Übungen liessen sich dank seinem Vorstoss verhindern, argumentierte Vitali.

Vitali politisierte lange im Luzerner Kantonsrat und sass von 1982 bis 2001 als Sozialvorsteher im Gemeinderat Oberkirch. Er zeigte viel Herz für Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Er wirkte zum Beispiel im Stiftungsrat der Stiftung für Schwerbehinderte Luzern. Daneben punktete er auch mit ehrenamtlichem Engagement für die Volkskultur, zum Beispiel als Präsident der IG Volkskultur Schweiz und Fürstentum Liechtenstein. Vitali war ein leidenschaftlicher Jodler.
Auch einem anderen Schweizer Brauchtum fühlte er sich verbunden: dem Schwingen. Er war zwar nicht ganz so talentiert wie sein Bruder Werner, der es bis in den Schlussgang beim «Eidgenössischen» schaffte. Doch auch Albert Vitali eroberte einige Kränze. «Das Schwingen», sagte er einst in einem Interview, «hat mich Beharrlichkeit und Durchsetzungswillen gelehrt.»

Im vergangenen Herbst schaffte Vitali als einziger Luzerner FDP-Vertreter den Sprung in den Nationalrat.

​Müller, Bernhard​SVP26.05.2020​Der ehemalige Berner SVP-Nationalrat und Regierungsrat Bernhard Müller ist am 26. Mai 2020 89-jährig verstorben.
Am meisten Bekanntheit erlangte Müller im Kanton Bern und darüber hinaus von 1974-1990 als Volkswirtschaftsdirektor. Von 1979-1987 gehörte er gleichzeitig dem Nationalrat an.
Müller war Bergbauernsohn aus Scharnachtal und engagierte sich seit seiner Jugend für die Sache der Tibeter. Er wollte sich nicht mit der Unterjochung Tibets durch China abfinden. Sein beruflicher Weg führte den späteren Verhaltensbiologen und Ökonomen als Experten und Chef von Tal-Entwicklungs- und Landwirtschaftsprojekten nach Nepal, Tibet und China. 2017 erhielt Müller den Schweizerischen Menschenrechtspreis der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (Sektion Schweiz).
In Kontakt stand Müller sowohl mit dem Dalai Lama wie auch mit hohen chinesischen Funktionären. Von seiner Vision eines freien Tibets liess er nie ab, wie er Zeit seines Lebens versicherte.
​Schenk, Simon
​SVP01.05.2020​Der ehemalige Eishockey-Spieler und -Nationaltrainer Simon Schenk ist im Alter von 73 Jahren verstorben. Der Emmentaler, 1976 mit dem SC Langnau Meister, wirkte nach seinem Rücktritt zuerst als Trainer bei den Langnauern. Später übernahm Schenk ein erstes Mal die Nationalmannschaft, mit welcher er an der B-WM 1986 in Eindhoven den Aufstieg schaffte. Eine zweite Ära folgte von 1995 bis 1997. Auch danach blieb Schenk dem Eishockey als Funktionär treu. Als CEO und Sportchef der ZSC Lions feierte er weitere Meistertitel. In der Lions-Organisation blieb er bis 2017 als Sportchef der GCK Lions. Nach dem Rücktritt aus freien Stücken in Zürich kehrte er zu seinem Stammklub Langnau zurück, als Helfer im Nachwuchsbereich.Schenk war zudem auch Politiker. Er begann seine erste Session im Nationalrat am 28. November 1994. Er engagierte sich im Bundeshaus primär dann an vorderster Front, wenn es um den Sport ging.
Cotti, ​GianfrancoPPD​31.03.2020​Dopo le scuole secondarie a Locarno, Sarnen e Friburgo ha studiato diritto all'Università di Friburgo e poi a Berna, dove si è laureato nel 1954. Dal 1956 è titolare di uno studio legale e notarile a Locarno. Membro del partito conservatore, è stato consigliere comunale (1956-60) e municipale (1960-80) a Locarno. Dal 1979 al 1993 ha fatto parte del Consiglio nazionale; ha presieduto le commissioni per la riforma dei Codici civile e penale. Importante anche la sua attività in campo finanziario. Ha fatto parte di diversi consigli di amministrazione: Banca nazionale (1987-99), Società elettrica sopracenerina (1973-99), Crossair (1992-99). È stato presidente del consiglio di amministrazione della Banca popolare svizzera (1992-97), poi membro del consiglio di amministrazione del Credit Suisse Group (1997-99).
​Bignasca, Attilio​Lega​29.03.2020​È morto Attilio Bignasca, figura storica della Lega dei ticinesi e fratello del fondatore del movimento Giuliano.
Bignasca, 77 anni, era malato da tempo. Per la Lega è stato consigliere comunale, granconsigliere e consigliere nazionale (dal 2003 al 2009).
Wicky, Nelly​​PST27.01.2020​Die frühere Nationalrätin Nelly Wicky (PdA, GE) ist im Alter von 97 Jahren verstorben.​ Die ausgebildete Primarlehrer Nelly Wicky war 1963-91 Genfer PdA-Gemeinderätin (Legislative) und in den Jahren 1971-75 erste Genfer Nationalrätin. 1983-98 war sie als Vertreterin ihrer Partei Mitglied der Fondation genevoise de constructions immobilières. Bis 1998 vertrat sie die Stadt im Vorstand der Fondation pour l'accueil et l'hébergement de personnes âgées.
Bundi, Martin​PS01.01.2020Der frühere Bündner SP-Nationalratspräsident Martin Bundi ist im Alter von 87 Jahren gestorben. Der Historiker starb am Neujahrstag in Chur. Er galt als einstiges Zugpferd der Bündner Sozialdemokraten.
Der in Sagogn geborene Bundi sass von 1975 bis 1995 im Nationalrat und präsidierte die Grosse Kammer im Jahre 1986. Der fünffache Familienvater und Seminarlehrer forschte ausserdem zur Geschichte des Kantons Graubünden und des rätischen Alpenraums. 2013 erhielt er für seine Verdienste den Bündner Kulturpreis.
Auf Bundi ging im Parlament insbesondere ein erfolgreicher Vorstoss zur Erhaltung der rätoromanischen Sprache und einer entsprechenden Revision der Verfassung zurück. So veranlasste er 1985 mit einer Motion eine Revision des sogenannten Sprachenartikels zur Förderung stark bedrohter Landessprachen.
Bundi absolvierte in Chur das Lehrerseminar, an welchem er später auch unterrichtete und dessen Vizedirektor er wurde. Vor seinem Sprung in den Nationalrat nach Bern war Bundi drei Jahre lang Churer Gemeinderat.
Bundi war ab 1991 während zehn Jahren Präsident der Eidgenössischen Nationalparkkommission. Diese sorgt für die Erhaltung des Nationalparks im Engadin und Val Müstair in der östlichsten Ecke des Landes – der älteste Nationalpark der Alpen. Bundi präsidierte zudem die rätoromanische Sprachvereinigung Renania.