Es handelte sich um einen Gegenbesuch, nachdem eine Delegation der APK-S vor zwei Jahren Iran besucht hatte. Neben der Begegnung mit ihren Kollegen der APK-S traf die iranische Delegation mit den Bundesräten Couchepin und Deiss, mit Nationalratspräsident Peter Hess und mit Staatssekretär Franz von Däniken zusammen. Weiter führte sie Gespräche mit Mitgliedern des Grossen Rats des Kantons Bern und mit Vertretern des Gemeinde- und Stadtrats von Biel. Damit erhielt sie einen Einblick in die Funktionsweise der demokratischen Institutionen der Schweiz auf Bundes-, Kantons- und Gemeindeebene.
Im Zentrum der Gespräche standen die bilateralen Beziehungen zwischen den Parlamenten und Regierungen der beiden Länder. Die politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen sind gut. Beide Seiten waren sich einig, dass sie noch ausgebaut werden können und sollten.
Ebenfalls diskutiert wurden die Terroranschläge in den USA. Alle Gesprächspartner auf beiden Seiten verurteilen die Anschläge. Es besteht Einigkeit, dass der Terrorismus nur in internationaler Zusammenarbeit bekämpft werden kann, vorzugsweise im Rahmen der UNO. Dabei kommt der Behebung der tiefer liegenden Ursachen wie extremer Armut und politischer und sozialer Ungerechtigkeit eine grosse Bedeutung zu. Übereilte Reaktionen wären kontraproduktiv und müssen vermieden werden. Es darf nicht zu einem Konflikt der Kulturen, zwischen westlicher und islamischer Welt kommen. Die iranische Delegation unterstreicht, dass die Terrorbekämpfung nur unter Einbezug der islamischen Staaten erfolgreich sein kann. Die Weltgemeinschaft muss gemeinsam zu wohlüberlegten Lösungen kommen.
Die Delegation des iranischen Parlaments und die APK-S stellten fest, dass der Besuch einen wesentlichen Beitrag zur Intensivierung der Beziehungen zwischen den beiden Parlamenten und den beiden Staaten darstellt.
Bern, 21.08.2001 Parlamentsdienste