Die UREK des Ständerats hat sich in erster Linie mit der Alpenkonvention, Durchführungsprotokolle (01.083s) befasst: Nach Anhörungen mit Vertretern der Regierungskonferenz der Gebirgskantone, der Cipra (Commission internationale pour la Protection des Alpes), von economiesuisse, dem Schweizerischen Gewerbeverband und der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete hat sie die Eintretensdebatte aufgenommen. Bevor sie den Eintretensentscheid fällt, will sie sich ein Bild darüber machen, wie sich eine Ratifizierung der Durchführungsprotokolle zu den Bereichen Raumplanung, Berglandwirtschaft, Naturschutz und Landschaftspflege, Bergwald, Tourismus, Bodenschutz, Energie und Verkehr konkret auswirken würde. Sie verlangt daher von der Verwaltung ein Gutachten über den rechtlichen Stellenwert der Protokolle im Verhältnis zum schweizerischen Recht sowie eine Übersicht der vorgesehenen Massnahmen im Zusammenhang mit der Förderung einer nachhaltigen Entwicklung der Berggebiete. Sobald diese Berichte vorliegen, d. h. am 27. August oder am 24. Oktober 2002, wird sie ihre Beratung fortsetzen.
Ausserdem hat die Kommission über die Vorlage Abbau der Ozonschicht, Montrealer Protokoll (01.078n) entschieden: Einstimmig beantragt sie Zustimmung zur Genehmigung der Änderungen vom 17. September 1997 und vom 3. Dezember 1999 zum Montrealer Protokoll über Stoffe, die zu einem Abbau der Ozonschicht führen.
Die Kommission tagte am 25. und 26. April 2002 unter dem Vorsitz von Christoffel Brändli (V/GR) und in zeitweiser Anwesenheit von Bundesrat Leuenberger in Bern. Angehört wurden folgende Personen: Regierungsrat Klaus Huber, GR (Regierungskonferenz der Gebirgskanone), Dominique Siegrist (Cipra Schweiz), Patrick Eperon, (economiesuisse), Jürg Michel, Präsident Gewerbeverband GR (Schweizerischer Gewerbeverband), Thomas Egger (Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete).
Bern, 26.04.2002 Parlamentsdienste