Südafrika hat in den letzten Jahren den friedlichen Übergang vom Apartheidsstaat zu einer multikulturellen, demokratischen Gesellschaft vollzogen. Gleichzeitig steht der wirtschaftlich bedeutendste Staat auf dem afrikanischen Kontinent vor grossen Herausforderungen, insbesondere im sozialen und gesundheitspolitischen Bereich. Seit Jahren engagiert sich denn auch die schweizerische Eidgenossenschaft stark in Südafrika. Die Nationalratspräsidentin, die sich immer stark für das Zusammenleben verschiedener Kulturen, für gesundheitspolitische Fragen und generell für unterprivilegierte Menschen eingesetzt hat, hat sich entschlossen auf ihrer Präsidentinnenreise Südafrika zu besuchen. Sie wird dabei von der Generalsekretärin der Bundesversammlung, Mariangela Wallimann-Bornatico begleitet.
Der erste Teil der Reise ist entwicklungs- sozial- und gesundheitspolitischen Fragen gewidmet. Liliane Maury Pasquier wird dabei mit Vertretern der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit zusammentreffen und verschiedene Projekte besuchen. So wird sie sich beispielsweise in Durban mit der Aids-Problematik und der Gesundheitserziehung auseinandersetzen. In der zweiten Hälfte des Aufenthalts in Südafrika ist der Besuch der südafrikanischen Nationalversammlung in Kapstadt vorgesehen. Die Schweizer Nationalratspräsidentin wird dabei mit der Präsidentin der Nationalversammlung, dem Fraktionschef der parlamentarischen Mehrheitspartei und der Vorsitzenden des "National Council of Provinces" Gespräche führen. Unter anderem soll dabei die Rolle des Föderalismus in Südafrika diskutiert werden. Nationalratspräsidentin Liliane Maury Pasquier wird ebenfalls eine Sitzung der südafrikanischen Nationalversammlung besuchen.
Bern, 09.10.2002 Parlamentsdienste