Durch die Auswärtssession in Flims ergibt sich in der zweiten Jahreshälfte 2006 die Gelegenheit, im Parlamentsgebäude während fünf Monaten intensive Bauarbeiten durchzuführen. Zusätzlich zum bereits verabschiedeten Projekt Neubelegung Parlamentsgebäude" sollen deshalb in dieser Zeit auch ein umfassendes Paket von Unterhaltsarbeiten und das Projekt eines neuen Besucherzugangs auf der Südseite in Angriff genommen werden.

Im Bauprogramm 2004 bewilligte das Parlament einen Kredit von 11 Millionen Franken zur Realisierung des Projekts „Neubelegung Parlamentsgebäude". Dabei werden unter anderem Arbeitsplätze für Ratsmitglieder, eine neue Cafeteria in der Galerie des Alpes und zusätzliche Sitzungszimmer realisiert. Im komplett umgebauten dritten Stock werden ein grosses Sitzungszimmer mit Dolmetscherkabinen und die Fraktionssekretariate untergebracht.

Da das Parlament im Herbst 2006 auswärts tagen wird, ergibt sich die Möglichkeit, während fünf Monaten am Parlamentsgebäude intensive Bauarbeiten durchzuführen. Das Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) hat deshalb der Verwaltungsdelegation vorgeschlagen, zusätzlich ein umfassendes Massnahmenpaket im Bereich des Gebäudeunterhalts vorzusehen. Dabei soll vor allem die überalterte Gebäudetechnik ersetzt und renovationsbedürftige Teile der Gebäudestruktur (Kuppeln, Fassaden, Fenster usw.) saniert werden.

Bereits im Jahre 2002 hat die Verwaltungsdelegation die Parlamentsdienste beauftragt, die Besucherströme im Parlamentsgebäude zu trennen. Im Hof zum Bundeshaus Ost wird seither ein separater Besuchereingang betrieben. Die Behörden der Stadt Bern erteilten für die dazu notwendigen Pavillons eine befristete Baubewilligung. Das BBL hat inzwischen ein Projekt für einen definitiven Besucherzugang von der Südseite her erarbeitet.

Die Verwaltungsdelegation hat sich über die entsprechenden Pläne orientieren lassen und dem BBL den Auftrag erteilt, für die Projekte „Neuer Besucherzugang Süd" und „Unterhalt Parlamentsgebäude" eine Baubotschaft auszuarbeiten und diese Bundesrat und Parlament noch dieses Jahr zur Genehmigung vorzulegen. Durch eine zeitliche Zusammenlegung der Teilprojekte wird mit beträchtlichen Einsparungen gerechnet.

Die Kostenermittlungen zeigen, dass das Projekt „Neubelegung Parlamentsgebäude" dem bereits bewilligten Antrag im Bauprogramm 2004 entspricht, für die beiden neuen Projekte müssen die Kosten im Rahmen der Baubotschaft detailliert abgeklärt werden. Es muss mit einem Finanzbedarf von 50 bis 60 Millionen Franken gerechnet werden. Die Bauarbeiten werden nach der Sommersession 2006 beginnen und voraussichtlich bis Mitte 2008 dauern.

Bern, 1. April 2005, Parlamentsdienste