Die Schweizer Delegation bei der Parlamentarischen Versammlung der Frankophonie nimmt an der 43. Jahrestagung der Versammlung vom 6. bis 11. Juli 2017 in Luxemburg teil. Hauptanliegen der von Ständerat Christian Levrat (SP, FR) präsidierten Delegation ist es, die Abschaffung der Todesstrafe im frankophonen Raum voranzutreiben.

​Ständerätin Anne Seydoux-Christe (CVP, JU) wird in Luxemburg eine Zwischenversion ihres Berichts über die Todesstrafe präsentieren. Auf der Grundlage von Beiträgen verschiedener Parlamente, die Mitglied in der Assemblée parlementaire de la Francophonie (APF) sind,liefert dieser Bericht eine Bestandsaufnahme der Gesetzgebungen, Praktiken und Debatten hinsichtlich der Todesstrafe in den frankophonen Ländern. Er sollte in der Folge in der Ausarbeitung einer Resolution münden, welche zur Abschaffung der Todesstrafe im gesamten frankophonen Raum aufruft.

Ständerat Christian Levrat wird zudem einen Resolutionsentwurf zur Prävention von gewalttätigem Extremismus vorlegen. Dieser Entwurf enthält eine Reihe von Massnahmen, welche die Radikalisierung – namentlich von Jugendlichen – verhindern und somit der Ursache extremistischer Anschläge den Nährboden entziehen sollen.

Ausserdem wird Nationalrat Mathias Reynard (SP, VS) im Rahmen der Generaldebatte über die Herausforderungen der Mehrsprachigkeit in der Schweiz und im frankophonen Raum sprechen.
Neben ihrem Präsidenten Christian Levrat, Anne Seydoux-Christe und Mathias Reynard gehören der Delegation auch die Nationalräte Fathi Derder (FDP, VD) und Jean-Pierre Grin (SVP, VD) sowie die Ständeräte Didier Berberat (SP, NE) und Raphaël Comte (FDP, NE) an.

Parallel zur Jahrestagung der APF findet ein Treffen der Vereinigung der Generalsekretäre der frankophonen Parlamente (Association des secrétaires généraux des Parlements francophones, ASGPF) statt, an dem die Bundesversammlung durch ihren Generalsekretär Philippe Schwab vertreten wird. Hauptthema dieser Veranstaltung wird die Sicherheit der Parlamente sein.