Nationalrat Fathi Derder (FDP, VD) nimmt an der Sitzung der Kommission für parlamentarische Fragen (CAP) der Parlamentarischen Versammlung der Frankophonie (Assemblée parlementaire de la Francophonie, APF) vom 21. und 22. März 2018 in Brüssel teil und präsentiert dort den Stand der Arbeiten der Schweizer Delegation zum Bericht über den Datenschutz im digitalen Zeitalter.

​Die Arbeiten der Schweizer Delegation dienen der Ergänzung eines Berichts über die Datenschutzbehörden im frankophonen Raum, mit dessen Erarbeitung 2016 begonnen worden ist. Sie berücksichtigen die jüngsten Entwicklungen in der Gesetzgebung, insbesondere die laufende Revision des Bundesgesetzes über den Datenschutz (DSG). Angesichts des raschen Wandels der im grossen Stil durchgeführten Datenverarbeitung durch die Digitalindustrie ist an der APF-Jahrestagung 2017 in Luxemburg entschieden worden, auch die aktuellen und künftigen Herausforderungen, die sich im Bereich des Schutzes persönlicher Daten stellen, in die Analyse einzubeziehen.

Der ergänzte Bericht wird der APF im Juli 2018 an ihrer Jahrestagung in Quebec zur Verabschiedung vorgelegt. Ziel dieses Vorgehens ist es, die in der Gesetzesrevision gewonnenen Erkenntnisse an jene APF-Mitgliedstaaten weiterzugeben, die ihr Recht noch nicht an die mit der Digitalisierung einhergehenden Herausforderungen angepasst haben. Im weiteren Sinne soll damit aber auch auf internationaler Ebene das Bewusstsein dafür geschärft werden, dass die Datensammlung und -verwaltung durch international tätige Unternehmen einheitlich geregelt werden muss, um einen möglichst umfassenden Schutz der Privatsphäre sicherzustellen.