Der Gemischte Parlamentarische Ausschuss des EWR ist ein Forum, das sich aus Mitgliedern der nationalen Parlamente der EWR/EFTA-Staaten Norwegen, Island und Liechtenstein sowie aus Mitgliedern des Europäischen Parlaments zusammensetzt. Seine Aufgabe besteht darin, durch Dialog und Debatte zu einem besseren Verständnis zwischen der EU und den EFTA-Staaten in den vom EWR-Abkommen erfassten Bereichen beizutragen. Die Schweiz verfügt im Gemischten Parlamentarischen Ausschuss des EWR über einen Beobachterstatus. Die Bundesversammlung wird in diesem Ausschuss durch die EFTA/EU-Delegation vertreten.
Gegenstand der Gespräche sind unter anderem relevante Entwicklungen in Sicherheitsfragen, der Wirtschaft und der Energieversorgung im EWR. So wird etwa das EU-Programm für sichere Konnektivität, das sichere und wettbewerbsfähige Satellitenkommunikationsdienste bereitstellen soll, und der Entwurf für ein Gesetz über Cyberresilienz und Cybersicherheit diskutiert. Ausserdem werden angesichts der jüngsten Entwicklungen die Sicherstellung der Energieversorgung in Europa, der Krieg in der Ukraine sowie das erste Gipfeltreffen der Europäischen Politischen Gemeinschaft vom 6. Oktober in Prag thematisiert.
Am Treffen des Gemischten Parlamentarischen Ausschusses nehmen Delegationspräsident Benedikt Würth (Die Mitte, SG), Vizepräsident Thomas Aeschi (SVP, ZG), Nationalrätin Elisabeth Schneider-Schneiter (Die Mitte, BL), die Nationalräte Eric Nussbaumer (SP, BL) und Hans-Peter Portmann (FDP, ZH) sowie die Ständeräte Hannes Germann (SVP, SH) und Carlo Sommaruga (SP, GE) teil.