Das Schweizer Parlament wurde in den letzten Jahren durch verschiedene Reformen professionalisiert. Dadurch ist die Zahl der Ratsmitglieder, die sich in erster Linie der Politik widmen, stark gestiegen. Wie eine Studie im Auftrag der Verwaltungsdelegation vor zwei Jahren ergab, liegt der Beschäftigungsgrad für Sitzungen und Sitzungsvorbereitungen gemessen an einer 42-Stunden-Woche bei etwa 50 Prozent. Anders sieht das Resultat aus, wenn alle Tätigkeiten in direktem Zusammenhang mit dem Mandat berücksichtigt werden. Dann beträgt das Pensum der Nationalratsmitglieder 87 Prozent, bei Ständerätinnen und Ständeräten sind es 71 Prozent.
Der Input für den dritten Gesprächsabend aus der Wandelhalle liefert der publizistische Beitrag «Die Bundesversammlung und der unvollendete Übergang vom Honoratiorenparlament zum Berufsparlament» von Andrea Pilotti. Der Politikwissenschaftler der Universität Lausanne wird ins Thema einführen, im Anschluss der Präsentation folgt eine Podiumsdiskussion. Unter der Leitung von Pierre Nebel, Bundeshauskorrespondent von Radio Télévision Suisse (RTS), diskutieren Nationalrätin Alice Glauser (SVP/VD), Ständerat Raphaël Comte (FDP/ NE), André Mach, Professor der Universität Lausanne sowie Philippe Schwab, Generalsekretär der Bundesversammlung Theorie und Praxis des parlamentarischen Alltags und der Arbeitslast, die sich daraus ergibt. Die Veranstaltung ist auf Französisch und wird auch auf dem Youtube-Kanal des Parlaments live übertragen.
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